Das 19. Haller Schwimmfest erwies sich erneut als voller Erfolg: Insgesamt zwölf Vereine folgten der Einladung und sorgten mit mehr als 170 Aktiven, über 600 Einzelstarts sowie 15 Staffelwettbewerben für eine mitreißende Atmosphäre im Lindenbad.
Aus Sicht des gastgebenden SV Halle verlief die Veranstaltung ganz nach den Vorstellungen der Trainerinnen und Trainer. Die beeindruckende Bilanz kann sich sehen lassen: 71 persönliche Bestzeiten, 36 erste Plätze, 23 Silbermedaillen und elf dritte Plätze unterstreichen die starke Form der Haller Schwimmerinnen und Schwimmer.
Ein besonderes Highlight war die Haller Staffel in einem ungewöhnlichen Format mit unterschiedlichen Streckenlängen. Hier setzte sich das Team aus Glandorf durch und verwies die zweite Mannschaft aus Halle sowie den SC Steinhagen-Amshausen auf die weiteren Plätze.
In der Mannschaftswertung hatten die Gastgeber die Nase vorn: Mit 430 Punkten sicherte sich der SV Halle den Gesamtsieg, gefolgt vom SC Glandorf (333 Punkte) und dem SC Steinhagen-Amshausen (322 Punkte).
Zum zweiten Mal wurde zudem der Lothar-Graupe-Gedächtnispokal vergeben. In dieser Wertung sammeln die Athletinnen und Athleten Punkte über ihre geschwommenen Strecken, wobei die drei besten Ergebnisse in die Gesamtwertung eingehen. Bei den Damen triumphierte Ann-Sophie Arning vom SV Halle mit 1306 Punkten vor ihrer Vereinskollegin Valeria Dubrivna (1284 Punkte) sowie Maren Lackmann vom SC Glandorf (1159 Punkte). In der Herrenwertung dominierten die Schwimmer aus Glandorf: Simon Große-Kracht gewann mit 1237 Punkten vor Niklas Knebel (1226 Punkte) und seinem Bruder Matthis Große-Kracht (1181 Punkte).
Für besondere sportliche Glanzpunkte sorgte die weibliche Jugend B (Jahrgänge 2011 und 2012) über 100 Meter Schmetterling. Gleich dreimal wurde der seit 1986 bestehende Jugend-B-Rekord unterboten. Ann-Sophie Arning schwamm mit 1:23,90 Minuten auf Rang drei der Bestenliste, Alicia Miriana Kreft verbesserte sich auf 1:23,75 Minuten und erreichte Platz zwei. Den neuen Rekord hält nun Valeria Dubrivna mit starken 1:17,60 Minuten.
Auch über 100 Meter Freistil zeigten mehrere Haller Talente deutliche Leistungssteigerungen: Neben Arning, Kreft und Dubrivna konnten sich auch Finja Fahrtmann und Mia Lassahn in den Bestenlisten nach vorne schieben. Bei den männlichen Schwimmern überzeugten insbesondere Jarik Fahrtmann und Thies Radelof, die ihre Zeiten über Freistil um mehr als zwei Sekunden verbesserten.
Die größten Entwicklungssprünge stellten die Trainerinnen und Trainer jedoch im Nachwuchsbereich fest. Hier wird deutlich, dass der SV Halle auch in Zukunft auf eine vielversprechende Generation von Schwimmtalenten bauen kann. Allen voran Sina Luisa Wulfmeier, Jonna Theermann, Mia Kraus, Janno Schulte und Ben Luis Bartling. Aber auch die beiden Rückkehrer Marie Brack und Levi Wilhelm zeigten, dass sie gut in Form sind.
